16. August 2014 Kampf gegen die Gezeiten


Es ist geschafft, die Schlacht ist geschlagen!

Bei kräftigem Wind und brausender Brandung war der achte "Kampf gegen die Gezeiten" eine echte Herausforderung und für alle 180 Buddelvirituosen ein hartes Stück Arbeit So hatten die drei Teams, rot,gelb und blau, denn auch von Anfang an alle Hände voll zu tun.

Starke Brandung

Bereits zum Buddelstart um 12 Uhr, also knapp zwei Stunden nach Niedrigwasser, war die Flut schon sehr hoch aufgelaufen. Einen großen Teil des Strandes vor unserem Vereinshaus wurde bereits von den gefräßigen Wellen belagert. Für unsere drei Mannschaften hieß das von Anfang an Gas geben. Schiff bauen, Bug verstärken und um Zeit für die Sicherung des Schiffsbugs mit dem Flaggenmast zu gewinnen, Schutzdämme vor den Schiffen graben.

Diese Dämme verschafften den Teams etwa eine Stunde mehr Zeit zum Graben. Jedoch war Eile geboten! Die hohen und schnell heranrollenden Wellen ließen keine Zeit für Müßiggang zu. Unermüdlich schaufelten die Teams Sand in Richtung Schiffsbug mit Flaggenmast und so endstanden hinter den Schutzdämmen drei stattliche Sandkreuzer.

Wassereinbruch

Für einen kurzen Zeitraum schien es, als würde das Wasser nicht weiter steigen. Die Wellen rollten nicht mehr ganz so wuchtig auf den Strand. Jedoch die Nordsee schlief nicht! Sie hatte lediglich inne gehalten um neue Kraft zu schöpfen. Jetzt ging es erst richtig los! Immer und immer wieder rollten die gefräßigen Wellen gegen die Schutzdämme und mit jedem Anlauf wurden diese dünner. Und dann war es passiert! Der Schutzwall vor dem ersten Sandschiff brach und wurde von den nachfolgenden Wellen dem Erdboden gleich gemacht.

Schiff in Gefahr

So geschah, was geschehen musste! Die gefräßigen Wellen nagten an dem ersten Sandschiff. Zuerst wurde es nur umspült, doch dann rissen die Brecher mit jedem Anlauf einen Teil des mühevoll aufgeschaufelten Schiffes weg und zogen ihre Beute in die Tiefe der Nordsee. Die rote Mannschaft mobilisierte noch einmal alle Kraftreserven und schaufelte was das Zeug hielt. Bei Team gelb und blau hielten die Dämme den ständigen Wellenanläufen noch einige Zeit stand. Aber auch hier hieß es bald "Deichbruch". Team rot kämpfte zu dieser Zeit bereits ums Überleben. Aus dem stolzen Sandkreuzer war ein Wrack geworden. Alle Bemühungen trockenen Sand zum Bug zu schaffen und damit den wichtigen Flaggenmast zu sichern waren gescheitert. Unaufhaltsam neigte sich der Mast und als sich die Wellen auch die letzte Schaufel Sand einverleibt hatten, fiel er samt Flagge. Team rot war trotz unermüdlichem Einsatz und nach einem wahrhaft harten Kampf, aus dem Rennen!

Der Kampf ging weiter

Am Start waren noch Mannschaft gelb und Mannschaft blau. Auch ihre Sandkreuzer hatten inzwischen unter den unermüdlich herantobenden Wellen stark gelitten. Jetzt ging es drum, wer die bessere Strategie verfolgt hatte, aerodynamischer Schiffsrumpf gegen massiges Bollwerk. Unaufhaltsam und unersättlich brausten die Beute witternden Brecher auf die Sandschiffe zu und rissen jedes Mal große Mengen Sand mit in die Tiefe. Um 15 Uhr hieß es: "Alle Hände weg von den Schiffen". Die Sandkreuzer mussten ihrem Schicksal überlassen werden. Inzwischen war der Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" vor den Strand gefahren. Er patroulierte vorm Strand auf und ab, das Drama, das sich auf dem Strand abzeichnete im Blick. Die beiden Sandschiffe lieferten sich jetzt ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Mal erbeuteten die Wellen bei dem einen Schiff mehr Sand und mal bei dem anderen. Aber das Bollwerk von Mannschaft gelb verlor plötzlich rapide an Masse und konnte der Brandung nur noch wenige Minuten die Stirn bieten. Dann fiel auch hier langsam aber unaufhaltsam der Flaggenmast. 

Blau gewinnt

Es gab ein Gewinnerteam, Mannschaft blau. Jubelnd lag sich Team blau in den Armen, von der Anstrengung der letzten Stunden war nichts mehr zu sehen. Eine großartige Teamleistung und wahrscheinlich der schnittigere Bootsrumpf hatten Team blau zum Gewinner gemacht. Sieger aber war wieder einmal die Nordsee. Binnen weniger Minuten war von den Schiffen nichts mehr zu sehen. Alles war dem Erdboden gleich gemacht. Der Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" musste nicht eingreifen. Die Bootsmannschaften konnten sich auf den schmalen Streifen vor der Strandmauer retten und so gab es keine Schiffbrüchigen zu beklagen. Mit lautem Typhon Signal verabschiedete sich die "Alfried Krupp" und glitt schnittig durch die Wellen in Richtung Hafen, um sich an seinem Liegeplatz im Schutzhafen wieder "Klar P3" zu melden. Stets bereit bei einem richtigen Schiffsbruch einzugreifen und zu helfen.  

Uns Teilnehmern und den Zuschauern hat dieser "Kampf gegen die Gezeiten" wieder einmal vor Augen geführt, dass auch kein noch so starkes Bollwerk, auf Dauer den Sturmfluten standhalten kann und somit auch der Schutz unseres Eilandes einer stetigen Überwachung, Instandhaltung und Erneuerung der Schutzmauern bedarf.                                                                                           

Gewinner und Verlierer hatten an diesem matschigen Vergnügen ihre helle Freude und alle waren sich einig: Im nächsten Jahr, am 25. Juli 2015, versuchen wir wieder dabei zu sein. Wenn es heißt "Kampf gegen die Gezeiten" bei der DLRG.

 

 

Anschwimmen 2014


Grandioser Saisonauftakt, mit traumhaften Wetterbedingungen, beim diesjährigen 11. DLRG-Anschwimmen.

133 Schwimmer wagten sich mit uns in die 9 Grad kalte Nordsee und feierten sehr zur Freude der annähernd 2.000 Zuschauer die Eröffnung der Badesaison 2014.

Für die Schwimmer bot sich eine eindrucksvolle Kulisse. Die Zuschauer standen dichtgedrängt auf der Wandelbahn, auf den Buhnen und säumten das abgesteckte Badefeld.

Rein rennen, untertauchen und schnell wieder raus rennen war in diesem Jahr nicht nur die Devise!
Sehr viele Schwimmer nutzten das Anschwimmen für ein ausgiebiges Bad und zogen ein paar Runden im ruhigen wellenfreien Meer. So kalt sei das Baden in der Nordsee garnicht gewesen, war denn auch die einhellige Meinung der meisten Schwimmer. 

Im Anschluss zeigte der auf Borkum stationierte Rettungskreuzer "Alfried Krupp" der DGzRS einige Rettungsübungen. Die Wellenfreie Zeit war jetzt schlagartig vorbei. Kräftige Wellen rollten durch den Schwell, den  Kreuzer und Tochterboot verursachten, an den Strand. Zum Abschluss wurden die Feuerlösch-Monitore eingesetzt und zeigten eindrucksvoll, was die "Alfried Krupp" im Ernstfall leisten kann.

Die Fotos zum Download vom 11. Anschwimmen finden Sie unter "Bilder"

Neujahrsbaden 2014 mit neuem Teilnehmerrekord


189 Teilnehmer stürzten sich am 1. Januar mit lautem Hurra und unter dem Jubel des Publikums, in die 6 Grad kalte Nordsee. Mehrere Tausend Zuschauer sahen den wagemutigen Akteuren von der oberen- und unteren Wandelhalle, sowie vom Strand aus bei diesem eiskalten Spektakel zu. Eine wahrhaft großartige und beeindruckende Kulisse!

Für viele gehört ein eiskaltes Bad in der Nordsee inzwischen zur traditionellen Begrüßung des neuen Jahres dazu. So hatten wir auch in diesem Jahr wieder viele "Wiederholungstäter" zu verzeichnen.

Frei nach dem Motto: "Rein rennen, untertauchen und wieder heraus rennen", waren einige Teilnehmer nach kurzem abtauchen wieder in Richtung Handtuch oder Bademantel unterwegs. Die besonders hartgesottenen tauchten jedoch mehrmals unter oder schwammen gar ein paar Züge.


Das gemeinschaftliche Erlebnis und die Gewissheit, gerade etwas ganz besonderes vollbracht zu haben, war allen Teilnehmern buchstäblich ins Gesicht geschrieben. So sah man am Schluss, bei Kinderpunsch und Glühwein, nur in glückliche und zufriedene Gesichter. Lohn für alle fleißigen DLRG- und Team-Meilenlauf Helfer.

Vielleicht hat ja der eine oder andere beim Zuschauen Lust auf mehr bekommen, oder ärgert sich darüber nicht mitgemacht zu haben. Alles nicht so schlimm...

Am Samstag dem 26. April findet das traditionelle DLRG Anschwimmen vor dem Vereinshaus Middelhüsche statt. Dann feiern wir wieder vor großer Kulisse, den offiziellen Start in die neue Badesaison. Die nächste Gelegenheit, kollektiv in der Nordsee zu baden. (Bei hoffentlich etwas moderateren Wassertemperaturen.)

Fotos vom diesjährigen Neujahrsbaden gibt es in unserer Bildergallerie.

Kontakt

DLRG OG Borkum e.V.

Deichstraße 72
26757 Borkum
Tel. 04922 2722

vorsitz@borkum.dlrg.de

Termine

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Kaap im Schnee
Titelseite des neuen Burki-Heftes, "BURKI und die Rettungsschwimmer". Das Heft ist ab sofort in Tanja "Wolthausen's Teeladen", in der Franz-Habich-Straße, im "Gezeitenland - Wasser und Wellness", in der Goethestraße, sowie an den DLRG Stationen Nord- und Südbad erhältlich.